• Schloss Schönbrunn, Wien

Schlosskapelle:

Architektur- gebundene Ausstattung:

Restaurierung/ Konservierung

Nach Übernahme der Regierung ließ Maria Theresia die Schönbrunner Schlosskapelle repräsentativ ausstatten und beauftragte dafür namhafte österreichische Künstler des Barocks wie den Architekten Nikolaus Pacassi und die Maler Paul Troger und Daniel Gran. Die ursprüngliche räumliche Struktur und die wandfeste Gestaltung nach den Plänen des Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach wurde dabei weitgehend beibehalten. Die Kapelle wurde am 20. April 1745 durch den Erzbischof von Wien, Sigismund Graf Kollonitsch, im Beisein von Maria Theresia samt Hofstaat feierlich eingeweiht.

 

Salon Erzherzog Franz Karl:

Architektur- gebundene Ausstattung, Deckengestaltung:

Restaurierungskonzept, Restaurierung/ Konservierung

Der Raum wurde von 1835 bis 1878 von Erzherzog Franz Karl bewohnt. Danach erhielt er eine Neugestaltung im typischen Weiß-Gold-Rot-Akkord des Wiener Hofes mit einer Weißgold-Vertäfelung und Wandbespannungen mit rotem Hofdamast und diente als Repräsentationsraum.

 

Kaiserliches Oratorium:

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept, Restaurierung/ Konservierung

Das in Weiß- Gold ausgestattete Oratorium mit Fenstern zum Altar der Schlosskapelle ist vom Zeremoniensaal zugänglich und wurde von der kaiserlichen Familie während der heiligen Messe  als eine Art erhöhte Privatloge genutzt.

 

Rosa Zimmer:

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept

1. Kleines Rosa Zimmer

Gesamtes Inventar:

Restaurierung/ Konservierung

Die Rosa-Zimmer sind nach dem Künstler Joseph Rosa benannt, der für das Ensemble im Auftrag Maria Theresias fünfzehn Landschaftsgemälde schuf. Die in den 1760er Jahren entstandenen Rosa Zimmer bilden eine Raumeinheit aus einem großen und zwei kleinen Zimmern. Vermutlich fand hier oder im angrenzenden Spiegelsaal das erste Konzert des sechsjährigen Wolfgang Amadeus Mozart vor Kaiserin Maria Theresia und ihrem Hofstaat statt.

 

Bergl Zimmer:

Gesamtes Inventar:

Restaurierung/ Konservierung

Die im Erdgeschoß liegenden Räume wurden mit Fresken von Johann Baptist Wenzel Bergl und seiner Werkstatt in den 1770er Jahren ausgemalt. Bergl versah sämtliche Wände und Decken mit bunter Landschaftsmalerei, die von fremdartigen Tieren bevölkert und mittels Laubengängen, Balustraden und Rokokovasen gegliedert ist, sodass der angrenzende  barocke Schlosspark  in die Räume hineinzureichen scheint. Die Möbel orientieren und integrieren sich in ihrer Ausführung (reich ornamental beschnitzt, polychrom gefasst) an der Wandgestaltung. Die Berglzimmer wurden im Sommer von Maria Theresia bewohnt, da sie kühler waren als die Räume im ersten Stockwerk.

          

 

  • Parlamentsgebäude, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung:

Restauratorische Baubegleitung, Restaurierungsplanung

Inventar:

Bestandsaufnahme, Befunduntersuchung, 

Restaurierungskonzept, Kategorisierung, Kostenschätzung von 

ca. 2000  historischen Möbeln

Das Parlamentsgebäude wurde von 1874 bis 1883 nach einem Entwurf von Theophil von Hansen  errichtet und  orientiert sich an der antiken griechischen Architektur. Nach Bombenschäden im zweiten Weltkrieg wurden beschädigte Elemente  bei gleichzeitiger Neugestaltung des großen Sitzungssaals und der Nebenräume durch die Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle bis 1956 wiederaufgebaut. Zur Objekt- gebundenen Ausstattung zählen zahlreiche historische Mobilien, u.a. erbauungszeitliche Entwürfe von Theophil von Hansen und Objekte aus den 50- er Jahren des 20. Jhdts. , entworfen von Fellerer/Wörle.

 

 

  • Festung Hohensalzburg, Salzburg

Fürstenzimmer:

Architektur- gebundene Ausstattung:

Restaurierungsplanung, Befund, Restaurierungskonzept,

Kostenschätzung

Der Initialbau von Hohensalzburg geht auf das späte 11. Jahrhundert zurück. Die Festung wurde in den folgenden Jahrhunderten sukzessive zu einer mächtigen Wehranlage. Der ab 1077 errichtete Wohnturm bildet den Kern des Hohen Stocks. Leonhard von Keutschach (reg. 1495–1519) baute die Festung zur repräsentativen Zwecken aus. Er ließ den Hohen Stock im zweiten und dritten Obergeschoss erweitern. Im Laufe seiner Regentschaft wurde die Festung ein vornehmer spätgotischer Regierungssitz, wie die prunkvollen Fürstenzimmer auch heute belegen. Die Fürstenzimmer entstanden zu Beginn des 16. Jahrhunderts unter Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach. Die Räume, vor allem die „Goldene Stube“, wurden aufwendig und kostbar in Material und Technik ausgestattet. Hier vereint sich in einzigartiger Weise der Typus des Stuben-Appartements mit Elementen sakraler spätgotischer Ausstattungen. An den heute holzsichtigen Wänden befanden sich einst wertvolle Goldledertapeten, die hellen Abdrücke an der blauen Wandfläche geben die originale Hängung von Ornamenten und Knöpfen wieder.  Mitte 19. Jahrhunderts, in der Zeit des Historismus, erwachte erneut das Interesse an den Fürstenzimmern. Wie Darstellungen der Goldenen Stube von 1845 zeigen, waren damals bereits Ausstattungselemente wie Wandvorlagen, die Goldledertapeten und Skulpturen verloren. 1850/51 fand unter der Leitung des Malers Georg Pezolt eine grundlegende Restaurierung der Räume statt. Fehlende Teile wurden nach den Vorstellungen Pezolts ergänzt, schadhafte Elemente ersetzt, die Wandflächen und Objektteile in großen Bereichen überfasst. Anstelle der Ledertapeten erhielten die Wände Papiertapeten. Mitte 19. Jahrhunderts, in der Zeit des Historismus, erwachte erneut das Interesse an den Fürstenzimmern. Wie Darstellungen der Goldenen Stube von 1845 zeigen, waren damals bereits Ausstattungselemente wie Wandvorlagen, die Goldledertapeten und Skulpturen verloren. 1850/51 fand unter der Leitung des Malers Georg Pezolt eine grundlegende Restaurierung der Räume statt. Fehlende Teile wurden nach den Vorstellungen Pezolts ergänzt, schadhafte Elemente ersetzt, die Wandflächen und Objektteile in großen Bereichen überfasst. Anstelle der Ledertapeten erhielten die Wände Papiertapeten. Um die Fürstenzimmer vor Kriegsschäden zu schützen wurde die Ausstattung1942 abgebaut und sicher gelagert. Mit dem Wiedereinbau durch den Bildhauer Jakob Adlhart erfolgte zeitgleich eine Restaurierung der Räume. Vorrangiges Ziel der Maßnahmen war die Entfernung der Arbeiten von Pezolt und die Rückführung in den scheinbar mittelalterlichen Zustand. Da man mit den durchgeführten Maßnahmen von Adlhart nicht zufrieden war, wurde die Goldene Stube in den 1950ger Jahren von Josef Watzinger einer „Nachbehandlung“ unterzogen. Die Sichtfassung an den Wänden geht auf Josef Watzinger zurück. Die Hängung der Ornamente auf Jakob Adlhart.

 

 

  • Otto Wagner- Hofpavillon, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept, Musterachsen

In der Nähe von Schloss Schönbrunn steht der 1899 vom Architekten Otto Wagner erbaute „Pavillon des k.u.k. Allerhöchsten Hofes“. Er diente dem Kaiser und seinen Gästen sowie den Mitgliedern des Hofes als Ein- und Ausstiegsstelle der Wiener Stadtbahn. Der Pavillon liegt direkt neben der Stadtbahn-Haltestelle Hietzing. Von hier aus waren alle wichtigen Bahnhöfe der Haupt- und Residenzstadt Wien schnell erreichbar.

 

 

  • Ständige Vertretung des Heiligen Stuhls, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept, Restaurierung/ Konservierung

Das Palais Hohenlohe-Dobner-Dobenau wurde 1831 vom Architekten Anton Grünn als frühistoristisches Palais erbaut. 1861 kaufte Prinz Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst, Erster Obersthofmeister von Kaiser Franz Joseph I., das Gebäude und ließ es 1861/62 von Carl Tietz umgestalten. Gegenwärtig dient das Palais als Sitz der Ständigen Vertretung des Heiligen Stuhls bei den internationalen Organisationen.

 

 

  • Kloster Raitenhaslach/ Prälatenstock, Burghausen

Architektur- gebundene Ausstattung:

Restaurierung/ Konservierung

Die Klosteranlage  Raitenhaslach ist eine ehemalige Zisterzienser- Abtei. Der sogenannte Prälatenstock wurde 1762 im Zuge von Um- und Zubauten fertiggestellt. Als 1766 ein Erdrutsch die Klostergebäude im Südosten des Areals zerstörte, blieb der neue Prälatenstock unversehrt. Für Papst Pius VI. wurde 1782 ein Gästezimmer im Prälatenstock eingerichtet. Der Heilige Vater befand sich auf der Rückreise von Wien. Die Architektur- gebundene Ausstattung im Inneren aus der 2. Hälfte des 18. Jhdts. ist weitgehend unverändert.

 

 

  • Dominikanerkirche, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung, Gesamte Innenausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept, Kostenschätzung 

Die barocke Pfarrkirche Maria Rotunda, fertiggestellt 1634, wurde  nach dem Vorbild der florentinischen Dominikanerkirche Santa Maria Novella anstelle der aus dem 13. Jahrhundert stammenden gotischen Klosterkirche erbaut und war zum Zeitpunkt ihrer Weihe nach dem Stephansdom die zweitgrößte Kirche Wiens.

 

 

  • Freyschlössl / Roter Turm, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung:

Bestandsaufnahme, Befund, Restaurierungskonzept, Restaurierung/ Konservierung

Der Rote Turm wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt und diente als zur Festungsanlage gehöriger Wehrturm. 1862 erwarb der Salzburger Kaufmann Carl von Frey das Anwesen und erweiterte es durch Zu- und Umbauten. Sein Sohn Max von Frey stattete ab 1897 das Innere im Stile eines romantischem Historismus aus. Das Objekt befand sich zum Zeitpunkt der restauratorischen Befunduntersuchung  in nahezu  unverändertem Zustand aus der Ausstattungsphase von Max von Frey. Es gab kaum einen Fleck, der nicht bemalt, vertäfelt oder mit Gobelins, Tapeten oder Bildern geschmückt war. Neben neogotischen Elementen befanden sich in den Räumen hochwertige Objekte der Gotik wie polychrom gefasste Flügelaltäre, Skulpturen und bemalte Glasfenster. 

 

 

  • Karlskirche, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung Sakristeien:

Befund, Restaurierungskonzept, Musterachsen

Die barocke Karlskirche ist das letzte Bauwerk des Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach. 1739 von seinem Sohn Joseph Emanuel Fischer von Erlach vollendet, erfolgte der Bau auf Grund eines Gelübdes von Kaiser Karl VI. während einer Pestepidemie.

 

 

  • Krankenhaus Hietzing, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung und Inventar sämtlicher Baukörper der Anlage

Bestandsaufnahme, Befund, Restaurierungskonzept

Das Krankenhaus Hietzing (ursprünglich Kaiser-Jubiläums-Spital) wurde in den Jahren 1908 bis 1913 anlässlich des 60- jährigen Thronjubiläums Kaiser Franz Josefs I. nach den Plänen des Architekten Johann Nepomuk Scheiringer errichtet, um der in wenigen Jahrzehnten auf 2 Millionen angewachsenen Bevölkerung Rechnung zu tragen. Das Krankenhaus entstand nach der damals modernsten Gesundheitslehre als Anlage mit etwa 10 nach Fachgebieten gegliederten Pavillons in einem etwa 10 Hektar großen Parkgelände.1929/1930 erfolgte der Bau des Tuberkulosepavillon  durch Architekt Fritz Judtmann. Zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme bzw. restauratorischen Befunduntersuchung konnte ein großer Bestand an unverändertem, hochwertigem Inventar (Möbel, Laborausstattung etc.) und Ausstattung (Fenster, Türen etc.) aus der Erbauungszeit unter Zuhilfenahme hist. Fotoaufnahmen sowie eines bauzeitlichen Architekturmodells (Technisches Museum- Wien) dokumentiert werden.

 

 

  • Bernhard Ludwig- Haus, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept, Musterachsen

Der Möbelfabrikant Bernhard Ludwig verlegte 1877 seinen Betrieb in die Münzwardeingasse, dem heute denkmalgeschützten Fabrik- und Wohngebäude. Ludwig stellte mittels eines von ihm entwickelten speziellen Druckverfahrens Möbel und Täfelungselemente maschinell aus Buchenholz her. Die ehemaligen Wohnräume, die Ludwig auch als Schauräume für potentielle Kunden verwendete, weisen durchgehend die von Ihm produzierten Ausstattungselemente auf und sind seltenes Zeugnis einer vollständig erhaltenen, industriell gefertigten Wohnungseinrichtung des Späthistorismus.

 

 

  • Linzergasse 66, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung:

Restaurierung/ Konservierung

Mittelalterliches Bürgerhaus, im 2.OG befindet sich u.a. eine polychrom gefasste Riemenbalkendecke aus dem 16. Jhdt., die im Zuge von Sanierungsmaßnahmen 2013 entdeckt wurde.

 

 

 

  • Habig Hutfabrik, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befunduntersuchung

1882 wurde die Hutfabrik P. & C. Habig von Peter und Carl Habig an der Wiedner Hauptstraße eröffnet. Die Blütezeit des Unternehmens fand während der Monarchie statt, man durfte sich K.u.K. Kammer- und Hof-Hutfabrikant nennen. Weiters wurde P. & C. Habig Hoflieferant der deutschen Kaiserin Auguste Viktoria sowie des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen. Beliefert wurden auch König Eduard VII. von Großbritannien, Georg I. von Griechenland und Peter I. von Serbien sowie Großherzog Wilhelm IV. von Luxemburg. Aufgrund ihres Erfolgs konnten die Habigs bei der Fabrik von den Architekten Carl Holzmann und Heinrich Adam ein großes Gründerzeit-Bauensemble erbauen lassen. Der sogenannte „Habig-Hof“ war ein Gesamtwerk von Wohnungen und Verkaufsflächen, die fast einen gesamten Stadtblock einnahmen. Die Architekten Holzmann und Adam gestalteten auch 1896/97 das Geschäft im Habig-Hof an der Wiedner Haupstrraße 15. Das Innere ist an den Wandflächen mit Medaillen versehen, die die Preise und internationalen Auszeichnungen aus Paris, Philadelphia, Antwerpen, Brüssel und Chicago zeigen. Kaiserlicher Doppeladler und andere Staatswappen zeigen, für wen Habig als Hoflieferant tätig war. Die Vitrinen sind aus Mahagoni und geätztem Milchglas gefertigt. Das Geschäft ist durch mehrere Türen, die ebenfalls mit dekoriertem Milchglas verziert sind, unterteilt. Die Räumlichkeiten sind insgesamt 320 Quadratmeter groß, davon sind 150 m² die denkmalgeschützte Hutmacherei, 90 m² Hutwerkstatt und 80 m² Keller und Lager.

 

 

  • Landesgericht, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept

1905-1909 wurde das Salzburger Landesgericht mit dem Gefangenenhaus erbaut. Der von Alexander Wielemans von Monteforte geplante Gebäudekomplex repräsentierte mit seinen imposanten Ausmaßen und der palastartigen Architektur den Staats- und Verwaltungsapparat der Monarchie wie sonst nur die Gebäude auf der Wiener Ringstraße. Das Gebäude verkörperte sichtbar die Autorität der Rechtsprechung in der Formensprache des 19. Jahrhunderts.Das Gebäude wurde in dieser Form über hundert Jahre genutzt. Anfang der 1970er Jahre wurde das Gebäude im Innenhof erweitert. Die Nutzung der Höfe durch das Gefängnis machten diese für die Öffentlichkeit unzugänglich. 1996 traf man anlässlich des ersten WEB Prozesses aus Platzgründen die Entscheidung, Teile der fest verbauten, originalen Möblierung des Schwurgerichtssaals zu entfernen. Diese Maßnahme war mit Zustimmung des Bundesdenkmalamtes unter der Bedingung erfolgt, dass die Einrichtung nach Abschluss des Prozesses wieder eingebaut würde. Das Verfahren dauerte mehrere Jahre. Im Zuge der Bestandsaufnahme und Befunduntersuchung wurden die, seit 20 Jahren am Dachboden gelagerten, ausgebauten hist. Elemente des Schwurgerichtssaales einer Zustands- und Schadensbefundung unterzogen sowie ihrer ursprünglichen Lage im Raum zugeordnet, um einen hist. korrekten Wiedereinbau zu gewährleisten. Zudem wurde ein Restaurierungskonzept als Grundlage für die Ausschreibung erarbeitet.

 

 

  • Spitalskirche St. Johannes, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung, Inventar:

Bestandsaufnahme, Zustandsbefundung, Empfehlungen zu kons./rest. Sofortmaßnahmen

Vor der Errichtung des Landeskrankenhauses stand in diesem Bereich das  Schloss Müllegg. Dieses wurde am 18. April 1688 von Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun gekauft. Er ließ danach mit Ausnahme des Müllegger-Tores alle Gebäude abtragen. 1692 war Baubeginn für das Spital unter der Oberleitung von Johann Bernhard Fischer von Erlach. 1695 war das Männerspital, fertig; das auf der anderen Seite an die Kirche anschließende "Weiberspital" wurde hingegen erst 1703/04 vollendet. 1699 war auch mit dem Bau der Kirche begonnen worden. Er dauerte bis 1703 und fand mit der Einweihung am 24. Juni 1704 seinen Abschluss. Im Zuge der Bestandsaufnahme konnten u.a. mehrere, auf Textil und Leinwand polychrom bemalte und vergoldete, Wappendarstellungen (Darstellung des Wappens von Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun) gesichert und dokumentiert werden, die sich in originalen Sakristeischränken befanden und vermutlich zur Zeit der Einweihung (1704) im Kirchenraum aufgehängt worden waren. Zudem konnte durch eingehende Untersuchung des im Langhaus befindlichen Laiengestühls die bis dahin gängige und mehrfach publizierte Annahme, daß es sich dabei um das originale, bauzeitliche Gestühl aus dem 17. Jhdt. handelt, widerlegt werden; vielmehr handelt es sich dabei um eine Rekonstruktion aus dem 20. Jhdt. unter Sekundärverwendung weniger Einzelelemente der Ornamentik.

 

 

  • Kuffner- Sternwarte- Direktionsvilla, Wien

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept

Die Kuffner-Sternwarte wurde von Moriz von Kuffner, dem Besitzer der Ottakringer Brauerei, als private Sternwarte gegründet. Kuffners Ziel war eine wissenschaftliche Einrichtung, ungeachtet der Tatsache, daß nur wenige Jahre zuvor in Wien auf der Türkenschanze die größte Sternwarte der Welt errichtet worden war. Die ersten 30 Jahre waren geprägt von intensiver wissenschaftlicher Tätigkeit. In dieser Zeit waren auch einige berühmte Astronomen auf der Kuffner-Sternwarte tätig. Der erste Weltkrieg beendete die wissenschaftliche Blütezeit der Kuffner-Sternwarte. In den darauffolgenden Jahren bemühte man sich um eine Revitalisierung als Lehr- und Forschungssternwarte. Dies verhinderte der zweite Weltkrieg. Kuffner wurde 1938 aus Österreich vertrieben. Seine Sternwarte wurde "arisiert". Die Kuffner-Sternwarte wurde 1947 als Volkssternwarte wieder eröffnet, doch dies war ein Provisorium. Als die Volkshochschule Wien-Nordwest 1982 plötzlich den Mietvertrag kündigte bedeutete dies für die Kuffner-Sternwarte fast das Ende. Erst danach brachen für die Kuffner-Sternwarte wieder bessere Zeiten an; zunächst setzte sich der damalige Verein der Freunde der Kuffner-Sternwarte vehement für die Rettung dieser historisch wertvollen Einrichtung ein. 1987 schließlich erwarb die Stadt Wien das Gebäude und begann mit umfassenden Restaurierungsarbeiten. Die direkt neben der Sternwarte befindliche Direktionsvilla der Kuffner-Sternwarte, die von Moritz von Kuffner und seiner Familie bewohnt wurde, entstand 1892 nach Plänen von Franz von Neumann. Es handelt sich bei dem Gebäude um einen landhausartigen, reich gegliederten Bau in altdeutschem Stil mit großem Bestand an entstehungszeitlicher Innenausstattung.

 

 

  • Schloss Hof, Niederösterreich

Architektur- gebundene, mobile Ausstattung/ Inventar, Festsaal:

Restaurierungskonzept, Restaurierung/ Konservierung 

Schloss Hof wurde in den 1620er Jahren östlich der damaligen mittelalterlichen Feste Hof errichtet. Nachdem Prinz Eugen von Savoyen die Anlage 1725 erworben hatte, baute er sie zu einem repräsentativen Landsitz aus. 1755 kam das Schloss in den Besitz von Kaiserin Maria Theresia, der es zeitweise als Witwensitz diente. Von 1773 bis 1775 erfolgte ein Um- und Ausbau zum heutigen Erscheinungsbild durch Franz Anton Hillebrandt. Nach dem Tode Maria Theresias im Jahre 1780 geriet Schloss Hof in Vergessenheit und wurde fortan kaum mehr von der kaiserlichen Familie genutzt. Unter Kaiser Franz Joseph I. wurde das Schloss 1898 dem Heer als Ausbildungsstätte übergeben. Das Mobiliar wurde in verschiedenen Depots des Hofärars in Wien untergebracht. Im Ersten Weltkrieg wurde die k.u.k. Marineakademie aus Fiume aus Sicherheitsgründen für kurze Zeit hierher verlegt, doch bereits im Sommer 1915 übersiedelte die Akademie weiter nach Braunau am Inn. Während des Zweiten Weltkriegs war die Reit- und Fahrschule des Wehrkreises 17 der Wehrmacht auf Schloss Hof untergebracht. In der anschließenden Besatzungszeit (1945–1955) war die Rote Armee in den Räumen des Schlosses einquartiert, da Niederösterreich zur sowjetischen Besatzungszone gehörte. Im Rahmen der Vorbereitung der Niederösterreichischen Landesausstellung im Prinz-Eugen-Jahr 1986 (250. Todesjahr des Prinzen) wurde die Beletage des Schlosses restauriert und das noch erhaltene Mobiliar aus dem Barock, das in Depots in Österreich lagerte oder in österreichischen Botschaften im Ausland genutzt wurde, nach Schloss Hof zurückgeführt, anhand originaler Inventarlisten den entsprechenden Räumen zugeordnet und in weiterer Folge sukzessive restauriert.

 

 

  • Hauptbahnhof, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung, Inventar:

Befund, Restaurierungskonzept, Musterachsen, Kostenschätzung

Am 12. August 1860 wurde der Bahnhof offiziell eröffnet, Salzburg wurde mit der Eröffnung der Bayerischen Maximiliansbahn von München  nach Salzburg und innerhalb Österreich-Ungarns mit der Kaiserin-Elisabeth-Bahn nach Wien (welche der heutigen Westbahn entspricht) an das internationale Eisenbahnnetz angebunden. Von 1906 bis 1908 erfolgte ein seit 1898 geplanter Um- und Ausbau und der Bahnhof wurde 1909 neu eröffnet. In der Mitte des Aufnahmegebäudes wurde die Eingangs- bzw. Schalterhalle im Jugendstil geschaffen. Der Jugendstil-Originalzustand der Halle wurde erst wieder im Rahmen der Umbauten und Restaurierungen im Jahre 2011 wiederhergestellt. Die Ausstattung (Türen, Fenster, Täfelungen etc.) der Verwaltungstrakte und Wartebereiche wiesen zur Zeit der Befunduntersuchung teilweise originale Oberfächengestaltungen auf, an Bauteilen mit überarbeiteten bzw. verlustigen Oberflächengestaltungen wurden auf der Grundlage von Schichtenuntersuchungen die originalen Gestaltungen anhand von Musterflächen rekonstruiert.

 

 

  • Bürgerspitalkirche, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung, Gesamte Innenausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept, Musterachsen

Die Bürgerspitalkirche ist mit dem Heilig-Kreuz-Münster zu Schwäbisch Gmünd die älteste Hallenkirche im süddeutschen Raum. Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz ließ 1327 ein Spital für die Bürger der Stadt Salzburg errichten, das Bürgerspital St. Blasius. 1330 wurde für das neue Spital der in Grundzügen bis heute erhaltene dreischiffige Kirchenbau geschaffen. 1410 bis 1428 wurde in die Kirche eine Empore eingebaut, wobei die Emporenbrüstung als durchbrochenes Maßwerk gestaltet ist. Zu den Besonderheiten unter der Ausstattung zählen der Sakramentschrein aus dem Jahr 1481 sowie das gefasste barocke Abschlussgitter.

 

 

  • Schloss Tandalier, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung:

Restaurierung/ Konservierung

Der Vorgängerbau von Schloss Tandalier war der Sulzberghof, seit ca. 1450 im Besitz der Familie Tändler bzw. Tandalier. 1537 gelangte der Besitz an die Grafen von Schernberg, die um 1559 das Anwesen zu einem einem Renaissanceschloss umbauen ließen. Durch den Umbau von 1569 wurde der ursprüngliche Bauernhof um ein Stockwerk erhöht, an jeder Gebäudekante ein Turm errichtet und zwischen den südseitigen Türmen eine Arkadenfront eingezogen. Das Walmdach weist einen, in seinen Ausmaßen beeindruckenden, originalen Dachstuhl aus dem 16. Jhdt auf.

 

 

  • Residenz, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept, Restaurierung/ Konservierung

Die Alte Residenz in der Stadt Salzburg ist die fürsterzbischöfliche Palastanlage. Das weitläufige Gebäude ist um 1120 erstmalig urkundlich nachgewiesen. Umfangreiche Neubauten erfolgten ab etwa 1600 unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und wurden unter Markus Sittikus und Paris Lodron fertiggestellt. Die Residenz besteht aus über 180 Räumen und Sälen, darunter 15 Prunkräume. Wolfgang Amadeus Mozart hatte hier vor dem Fürsterzbischof 1775 sein Violinkonzert in A-Dur (KV 219) uraufgeführt.

 

 

  • Schloss Hellbrunn, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung, Mechanisches Theater: Restaurierungskonzept, Restaurierung/ Konservierung

Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems erbaute von 1613 bis 1615 vor den Toren der Stadt Salzburg unter Einbeziehung eines spätgotischen Adelssitzes eine villa suburbana nach italienischem Vorbild. Architekt war Santino Solari, der auch mit dem Neubau des Salzburger Doms beauftragt worden war.In der weitläufigen Parkanlage befinden sich die, weltweit am besten erhaltenen, Wasserspiele der Spätrenaissance mit zahlreichen Wasserscherzen und verschiedenen beweglichen Figuren sowie zahlreichen skulpturengeschmückten Grotten.Von 1749 bis 1752 wurde unter Erzbischof Andreas Jakob von Dietrichstein zu den alten Wasserspielen das kunstvolle Mechanische Theater hinzugefügt. Das mechanische Theater veranschaulicht das vielfältige Treiben einer Kleinstadt. 107 starre und 138 sich auf drehenden Scheiben fortbewegende Holzfiguren, die zudem Arme und Beine rühren, stellen so verschiedene Handwerksarbeiten dar. Vor den Stadthäusern musiziert eine kleine Blaskapelle, Soldaten marschieren im Gleichschritt auf und ab und Zirkusleute tanzen mit einem abgerichteten Bären. Alle diese Bewegungen der sehr fein gearbeiteten Figuren werden durch ein kunstvolles Holzräderwerk ausgeführt, das vom Wasser des Baches angetrieben wird. Die Skulpturen wurden von den Bildhauern Bartholomäus Pföll, Josef Georg Frieß, Johann Georg Roß und Josef Strasser geschaffen. Zum Zeitpunkt der Befunduntersuchung zeigten sich an Konstruktionen und Fassungen zahlreicher Skulpturen massive Schäden, die v.a. auf Witterungseinflüsse zurückzuführen waren und in der Folge restauriert/ konserviert wurden.

 

 

  • Schloss Seebarn, Niederösterreich

Ausstattung:

Bestandsaufnahme, Inventarisierung

Schloss Seebarn befindet sich seit Beginn des 18. Jhdts. im Besitz der Familie Wilzcek, zu deren herausragendsten Vorfahren unter anderen Graf Johann Nepomuk Wilczek (1837 – 1922) zählt, der unter anderem Burg Kreuzenstein wiedererrichten ließ sowie als treibende Kraft und Finanzier am Zustandekommen der ersten österreichischen Nordpolexpedition 1872 – 1874 unter der Leitung von Carl Weyprecht und Julius Payer maßgeblich beteiligt war. Er begleitete persönlich von Spitzbergen aus das Expeditionsschiff Admiral Tegetthoff bis zur Barentsinsel, um dort ein großes Lebensmittel- und Kohledepot anzulegen, knapp ehe die Forscher unter dramatischen Umständen zwei Polarwinter lang im Packeis eingeschlossen wurden. Noch heute tragen zwei im Zuge der Expedition entdeckte Inseln im Arktischen Ozean den Namen des großen Förderers.

 

 

  • Dommuseum, Salzburg

Objekte

Restaurierung/ Konservierung

Das Dommuseum wurde 1974 eröffnet, seit 2014 ist es Teil des DomQuartiers.

 

 

  • Schloss Goldegg, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung, Wappen Rittersaal:

Restaurierung/ Konservierung

Das Schloss stammt im Kern aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, wurde aber im 16. Jahrhundert erneuert und vergrößert. Der kunsthistorisch bedeutendste Raum des Schlosses ist der  „Rittersaal“ . Er wurde 1536 als repräsentativer Festsaal im Stil der Renaissance errichtet. Der Saal ist durch eine durch Halbsäulen gegliederte und mit bemalten Holztafeln verkleidete Holzwand in zwei „Sattelkammern“ geteilt. Die Zirbenholzdecke trägt in 107 quadratischen Feldern insgesamt 137 Wappen. Es sind Temperamalereien auf Holztafeln. Die 60 Wappen des eigentlichen Plafonds zeigen jeweils vier Vertreter der Stände des Heiligen Römischen Reiches.

 

 

  • Schloss Arenberg, Salzburg

Inventar

Restaurierung/ Konservierung

Schloss Arenberg (ursprünglich Schloss Bürglstein) ist ein ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammendes, im 19. Jahrhundert neu errichtetes Biedermeier-Schloss in der Stadt Salzburg.

2009 wurde ein großer Teil des hist. Inventars durch Brand stark beschädigt und in der Folge restauriert/ konserviert.

 

 

  • Bankhaus Spängler, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept

1723 kaufte Wolf Maximilian Graf Überacker das Gebäude aus dem 17. Jhdt. und baute es als Adelspalais aus. Beim Umbau des Hauses 1912 blieb die barocke Fassade weitgehend erhalten.

 

 

  • Herrengasse 4, Salzburg

Architektur- gebundene Ausstattung:

Befund, Restaurierungskonzept

Bürgerhaus in Salzburger Altstadt

 

 

  • Goldgasse 12, Salzburg

Architektur-gebundene Ausstattung:

Befunduntersuchung

Wohn- und Geschäftshaus in der Salzburger Altstadt; zum Zeitpunkt der Befunduntersuchung u.a. Holzbalkendecken mit originalen, mittelalterlichen Oberflächenüberzügen

 

 

  • Hofburg, Wien

 

Architektur-gebundene Ausstattung, Böden:

Befunduntersuchung, Restaurierungskonzept

 

 

  • Hafnersteig 4, Wien

 

Architektur-gebundene Ausstattung:

Befunduntersuchung, Restaurierungskonzept

Das Haus ist das der griechisch- orthodoxen Kultusgemeinde zum Heiligen Georg. Es wurde 1898 von Ludwig Tischler erbaut.

 

 

  • Nonnberggasse 14, Salzburg

Putz- und Malschichtaufbau Fassade und Innenbereich, Architektur- gebundene Ausstattung:

Befunduntersuchung 

1877 von Architekt Valentin Ceconi errichtete Villa in der Salzburger Altstadt.